Abdullah ÖCALAN

Die Philosophieschule ist eine sehr schwere Schule. In verschiedenen Zeitphasen konnten sich diese Schulen erst in Hunderten von Jahren entwickeln und die Schüler sind am Anfang nur Philosophieschüler. Sie hatten nicht die Gelegenheiten sich an die Politik oder an Krieg anzutasten. Das ist das Ergebnis von späteren Einflüssen. Auf Umwegen wurde Alexander von Aristo beeinflusst. Er hat im militärischen Bereich diese Philosophie angewandt. Auch wenn er viel liest, trotz dem gibt es Unterschiede, Aristo ist anders und Alexander ist anders. Es hat in der Geschichte viele dieser Schulen. Die Philosophen sind eine Sache und die Anwendung wiederum eine sehr andere Sache. Bei uns aber, müssen beide zur gleichen Zeit angewandt werden. Ich bin Philosoph und Politiker; ich habe die Verantwortung für Politik und für Militär. Warum? Dieser spezielle Krieg lässt uns nicht die Möglichkeit die Lücken anders zu schliessen. Die angewandte Weise der Unterdrückung zwingt dich praktisch dazu, solche Art von Anwendungen durchzuführen. Dies bedeutet, dass unsere Partei eine Philosophieschule, eine Politikschule und eine Kriegsschule ist. Wir müssen alles in einem durchleben.

In unserer gesellschaftlichen Realität haben wir lange Zeit keinen philosophischen Fluss mehr begonnen. Es war ja auch verboten. Wir dürften nicht denken, noch immer gibt es hierfür ein verbot. Selbständige politische Aktivitäten gibt es nicht, das ist noch immer verboten - darauf ist die Todesstrafe ausgesetzt. Und was das militärische Denken betrifft, wird, was unsere gesellschaftliche Realität betrifft, die sofortige Exekution mit sich bringen. Was ist das Gegenstück dazu? Du musst aufhören zu denken, du musst der schlimmste Mittäter deines Feindes werden, du musst auf militärischer Basis, der beste Soldat für den Fein werden und zwar ein Soldat, der ein nicht sprechender Sklave ist. Das ist eine ganz offen dargestellte Situation. Was passier aber, wenn du doch die Freiheit bevorzugst? Dann musst du eine Philosophie-Schule, die seit Hunderten von Jahren gegründet werden will, gründen. In diesem Fall, muss man also das wollen können. Ihr müsste genau wissen, was und warum ihr wollt. Ihr müsste es verstehen, ihr müsst es erklären können.

Wie ich es eben erwähnt habe ist jemand, der keinen Willen hat, der dies nicht erklärt für mich ein niemand. Er ist ein ganz schlimmer Sklave. Ein Neu-Sklave, maskiert oder bemalt, ein geschminkter Sklave, ein gezähmter Sklave. Die Sklaven aus der römischen Zeit wurden unter besonderen Vorkehrungen am Leben gelassen. Mit den jetzigen Vorkehrungen und den Neo-Sklaven sind die Scheunen geleert, aber nun ist das gesamte Land zu einer Scheune gemacht worden. Mit manchen dieser Aktionen könnt ihr fälschlicher Weise meinen, ihr seit frei, dann aber durchlebt ihr die Krönung der Sklaverei. Die römischen Sklaven waren nicht so ehrlos. Spartakus kam beispielsweise und sie haben grosse Aufstände vollbracht und sich gewehrt. Sie haben jede kleine Möglichkeit des Aufstandes für grosse Aufstände genutzt. Die Geschichte ist der Beweis dafür.

Bei der zeitgenössischen Sklaverei gelten natürlich die Regeln des Imperialismus, noch schlimmer in unserem Land, hier ist die niederträchtigste Sklaverei vorhanden. Der Mensch nämlich, hält sich für frei. Er zieht sich zeitgenössisch an, wie ein Amerikaner oder ein Deutscher und trinkt dies und isst jenes. "Schau, ich bin wie sie" sagt er. Das ist die eine grosse Art des selber Anlügens. Eigentlich besteht diese Situation nicht. Genau so, wie es in Rom eine grosse Lüge war, dass der Sklave sich mit dem Herren identifiziert hat, so ist es auch heute mit der Identifizierung mit einem Amerikaner oder einem Deutschen. Es ist genau so gefährlich, sogar noch eine sehr viel gefährlichere Lüge. Aber er sagt halt "Ich bin so wie sie, ich esse, ich trinke, ich sehe Fern, ich spaziere in den Strassen. Ich habe fast genau so viel wie sie." Dies ist aber eine grosse Unachtsamkeit. Ein Deutscher ist ganz sicher nicht so. Er hat eine ganz andere geschichtliche Basis, eine andere militärische Basis, eine andere Kultur und ist auch in der Person ganz anders. Unsere Arbeit, die dort hingehen, will sich nur anpassen. Er ist in einem sehr grossen Lügenkreis eingeengt. Was bedeutet das? Das bedeutet so viel wie eine zeitgenössische und sehr gefährliche Sklaverei. Dies müssen wir so bewerten. Wie kann man das überbrücken? Man muss ablehnen. Ich kann diese Lebensweise nicht akzeptieren. Eine grosse Ablehnung muss erfolgen.

Es sind grosse Schwierigkeiten, er sagt, "ich will Freiheit". Natürlich ist die Vorphase, dass man wegen Armut dort hin gegangen ist, um Brot zu verdienen. Er sagt: "Ich will Brot!" Brot aus fremden Orten ist hier nicht so sehr bekömmlich, dass sieht dem ähnlich, als würde sich ein Fisch von der Angel ernähren. Ich muss in meinem Land Brot verlangen, Freiheit verlangen. Brot und Freiheit haben ein sehr starkes Verhältnis. Dies kann allein im Land verwirklicht werden. An einem anderen Ort kann man Freiheit nicht verwirklichen. An anderen Orten nämlich, besteht ein anderer Wille. Der grösste Freiheitswille kann am Geburtsort des Volkes, an der Quelle gefunden werden. Was musst du dafür tun? Du musst deinen Wunsch stärken. Du musst den Wunsch nach Brot und Freiheit wirklich stärken, damit dein Verständnis gestärkt und entwickelt wird.

 
 
 
 
 
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