Abdullah ÖCALAN

In guter und schlechter Weise hat auch meine Mutter einen Einfluss auf die Freiheitsbewegung der Frauen. Heute ist der erste Jahrestag des Todes meiner Mutter. Jetzt wollen wir diese Dame auch mit ein paar Worten bewerten, dass könnte hilfreich sein.

Bei den Auswertungen in diesem Winter habe ich einige Wertungen über die Mütter durchgeführt. Eine Wahrheit in Kurdistan, auf die wir acht geben müssen ist die Realität der Mütter. Das Muttersein ist eigentlich ein Zeichen der Geburt. Die einfachste Bedeutung der Mutterschaft bei uns ist, dass sie viele Kinder auf die Welt bringt und dafür sorgt, dass die Familie weiter besteht. Ich habe mich von Anfang an dagegen gewehrt. Man könnte sagen, dass ich meiner Mutter die härteste Antwort selbst gegeben habe. Sie gab an, dass sie das grösste Recht im Hause hatte, weil sie mich auf die Welt gebracht hatte. Ich sagte: 'Siehst du dieses Huhn und ihre Kücken? So sehr, wie das Huhn für die Kücken die Mutter ist, so sehr bist du für mich Mutter'. Das war ein sehr harter Vergleich, aber das habe ich getan. Ich habe sogar des Öfteren Dinge wie: 'wenn du so zu deinen Kindern bist, dann ist es für mich besser, wenn ich keine habe' gesagt. Warum? Weil sie eben irgendeine Mutter ist und ich irgendein Kind. Das ist ein Widerspruch. Das Kind lebt nicht, wie es will und die Mutter will sich im Kind weiter leben lassen. Das ist ein Widerspruch.

Ich habe gesagt, als wir über unsere Gefallenen redeten, dass sie auf eine ganz besondere Weise abwägend und planvoll gewesen sind. Mutter Üveyş war genau so sehr unwissend und hatte keinen Plan, aber sie war auf ihre Art eine aufständische Mutter. Man kann sagen, dass diese Frau nicht so sehr unter der Kontrolle eines Mannes war. Ich erinnere mich natürlich an das Verhältnis, dass sie mit mir hatte. Was will sie? Ich bin mir nicht sicher, ob sie selbst wusste, was sie wollte. Sie dachte, dass er Beamter wird, ein wenig Geld verdient, ihr ein paar Meter Stoff und Kleider kaufen würde. Das sind Wünsche, die nicht so viel Inhalt haben. Das, was sie ein zuträgliches Kind nannte, sollte mehr Verständnis für ihren Geist aufbringen, sie finanziell und emotional unterstützen. Viele Kinder reagieren wohl auch auf diese Weise. Sie sind mit voller Hingabe dabei, um die gute Tochter oder der gute Sohn der Mutter zu sein, glaube ich. Ich denke, eure Realität ist mehrheitlich auch auf dieser Art.

Das Pech in allem hat hier angefangen. Wir sind schon drauf eingegangen, ob es etwas besonderes ist, ein solches Kind zu sein, oder ein Schicksalsschlag, oder ein guter Wink des Schicksals. Für meine Vorstellungen habe ich diesen Krieg früh gegen meine Mutter geführt. Kann man denn gegen seine Mutter kriegen? Ich habe es getan. Es ist wirklich komisch, ihr seht es ja auch alle. Die Mütter, die ihre Kinder sehr liebt und die Kinder, die ihre Mütter sehr lieben. Ich habe diese Situationen sehr selten erlebt, oder diese nicht gesehen. Wir wollten so sein. Ob es wohl eine Schuld ist, was hat die Wahrheit zu mir gesagt? Ist eure oder meine Art richtig gewesen? Es ist Wert, hier näher einzugehen. Wieso ist in frühen Jahren ein solcher Kampf entstanden und ich habe mich in vielen Bewertungen darauf bezogen? Natürlich kann ich heute keine Theorie über das Kindheitsalter vorführen. Aber die Psychologen sagen, dass die Formung in der Kindheit, alle Formungen im späteren Leben mit beeinflusst. Ich bin mir dessen auch sicher. Das ist eigentlich eine wissenschaftliche Wahrheit. Wenn der Kampf in dieser Zeit nicht bestehen würde, würde es auch später keinen Kampf geben. War ich sehr intelligent oder war die Entscheidung sehr anders? Dies hat den Kampf für nötig erklärt. Das ist ein anderes Thema. Es ist hier nicht nötig, von außerordentlichen oder ganz schwierigen Umständen zu sprechen. Das ist wohl eine Situation, die in jedem Mutter-Kind Verhältnis besteht. Aber die Phase, die wir eingeläutet haben, ist die Phase, die den Widerspruch etwas offener darstellt. In den jungen Jahren hat sie folgende Bedeutung. Wir fangen früh an zu berechnen. Da ist ein beherrschendes Verständnis vorhanden, eine Beeinflussung, sie will einige Familientraditionen beibehalten. Ich habe einige Freiheitswünsche, und ich werde an diesen festhalten. Was sind Familienbräuche? Das was sie bestimmt. Was ist das, was ich als Freiheit bestimme? Das, worauf ich Lust habe. Eine sehr zurückgebliebene Herrschaft und ein Freiheitskampf, der sich dagegen entwickelt.

Ich denke, dass hier ein sehr wichtiger Punkt ist, dass die Macht des Vaters nicht so stark ist. Darauf sollte geachtet werden. Eine sehr starke Autorität des Vaters würde die Situation ganz anders formen. Ich wäre auch anders beeinflusst worden, wenn der Vater die ganze Familie unter Kontrolle hätte und diese auf solche Weise total wirkungslos gewesen wäre. Ich hätte beispielsweise widersprüchliche Situationen nicht erkannt. Etwaige Vater-Mütter Streite haben mir die Möglichkeit gegeben selbst zu handeln. Ein wirkungsloser Vater will trotz allem seine Väterlichkeit und seine Männlichkeit zeigen. Er will nicht einfach aufgeben. Auf der anderen Seite ist aber eine Mutter, die sich auf matriarchalisch Weise ausleben, sich so vorstellen, als Mutter in der Familie ihren Platz einnehmen und zu diesem Thema eine Beschäftigung haben will. Das ist ein wirklich wichtiger Widerspruch. Dieser Widerspruch eröffnet mir einpaar Möglichkeiten. An einem Punkt lerne ich wohl, wichtig für die späteren Phasen, am Beispiel der Familie, wie ich von diesen Widersprüchen gute Schlüsse ziehen kann. Ich lerne also im Gegenzug zur väterlichen Autorität, die Kraft der Mutter kennen. Dies öffnet in der Familie einen Weg zur Wirkungslosigkeit. Weil es dem den Weg geöffnet hat, kann ich sagen, dass ich in jungen Jahren frei handeln konnte. Wenn meine Mutter sich gegen meinen Vater durchsetzen konnte, wieso sollte ich mich gegenüber anderen nicht durchsetzen können? Im Gegensatz zu anderen Müttern, hilft eine solche Mutter, mutiger zu sein, und öffnet auch den Weg freier zu werden und selbst zu führen. Man sagt ja, dass wenn sich zwei bekriegen, der Dritte stärker wird. So eine Situation könnte entstanden sein. Als die beiden so miteinander umgingen und so zu sagen, sich außer Gefecht setzten, kann das Kind, als Dritter, die Kraft als Entwicklung verzeichnen. Diese Situation beeinflusst uns. Ich wurde wohl etwas von dem beeinflusst. Die bestehende Situation ermöglichte es mir, ohne die Autorität von Mutter oder Vater zu stehen, mich selbst zu finden und mich ein wenig freier zu fühlen.

Die vielen Kriege zwischen Mutter und Vater und dass sie nicht mal einer Spur von Zufriedenheit Platz lassen, schafft auch der Umarmung der Mutter oder dem Schutz des Vaters nicht viel Raum. Eigentlich findest du das nicht so sehr, suchst keinen Schutz oder findest keine Liebe. Dies erzwingt praktisch eine Respektlosigkeit. Dieser Situation kann man nicht besonders trauen, oder nicht einer Situation dieser Art. So also entsteht in frühen Jahren ein Nichtvertrauen oder Misstrauen gegenüber der Familie. Später hat sich herausgestellt, was für eine Bedeutung das hat, oder wie wichtig es ist. Denn der Einfluss der Familien ist wirklich für das spätere Leben der Kinder sehr wichtig. Man muss sagen, dass ihr Kind immer noch ein Familienkind ist. Ihr habt nicht gegen die Familie oder gegen die Werte der Familie gekämpft und seit damit aufgewachsen. Ich versuche noch immer die falschen Sachen in Ordnung zu bringen, die ihr von ihnen auferlegt bekommen habt. Wenn ihr vor Augen führt, wie sehr ich mich dafür einsetze, dass diese Versklavung, dieses übertriebene, diebische und die unechte Art, sich als Mensch zu betiteln, dann könnt ihr die Realität um die Familie ein wenig besser erkennen. Es ist von grosser Wahrscheinlichkeit, dass ihr alle als 'die guten Kinder der Familie' erzogen werdet.

Ja, hierzu sage ich nichts. Aber in dieser Aufwachsform gibt es viele Flecken. Viel Abhängigkeit und viel Sklaverei - viel übertriebenes. Die schmerzenden oder unakzeptierbaren Ergebnisse tragt ihr in die Partei. Viele von euch sagen, dass ihr die Partei 'als Familie sehr'. Ihr tragt die Verhältnisse der Familie in die Partei, ihr sucht in der Partei eure Familie, ihr sehr euch als gutes Kind der Partei, als ein gutes Kind der Parteifamilie. Ihr bewertet euch wie in der Familie auch in der Partei als ein gutes Kind. Natürlich haben wir hier Beispiele. Wenn du die Partei als Familienorganisation ansiehst, wirst du zum Leid der Partei. Die Partei ist eine zurückgebliebene Organisation. Wenn du die Werte dieser Organisation mit nationalen und politischen Werten vergleichst, siehst du den Egoismus, die billige Lebensweise. Wenn du das auch in der Partei suchst, verlangst ohne Respekt zu zeigen, ohne Liebe, ohne Bestreben - dann wirst du zum Leid der Partei. Also ist ein Teil von euch Leid. Warum? Denn eure Familienrealität hat sich sehr schlecht eingefleischt. Ihr könnt gar nicht mehr von dieser Situation Abstand nehmen. Hier ergibt sich ein wichtiges Resultat. Ich verleugne es nicht, dass ich dem großen Wert beimesse, was ihr von den Familien bekommen habt, dass eure Familien euch groß gezogen haben, besonders die Bestreben der Mütter. Dass ist eine sehr schwierige Aufgabe. Also ich kann sagen, dass Gott mir jede Aufgabe auferlegen möge, aber nicht die Erziehung eines Kindes, wie dies eine Mutter tut. Hier muss ich das nun wirklich ansprechen. Wenn ich an ihrer Stelle wäre, ich würde jeden Tag ein Haufen Ohrfeigen verteilen. Ich könnte es nicht aushalten ein Kind zu erziehen. Unter diesen Umständen könnte ich das nicht aushalten. Ich bin natürlich nicht gegen Kinder. Das muss ich auch im Ernst anführen. Ich will nicht angeben, aber ich bin sehr erfolgreich darin mit Kindern umzugehen - dies natürlich freundschaftlich. Ich versuche mich einem Kind nicht wie ein Kind zu nähern, sondern wie ein Mensch, dass heranwachsen wird. Aber ich bin trotzdem sehr wütend auf Kinder. Es ist unmöglich einen ganzen Tag damit auszuhalten, dass sie weinen und schreien. Mütter haben ein unsagbares Ausdauervermögen. Natürlich ist diese Ausdauer zermürbend und nimmt viel von den Müttern.

Nein, das sind ganz andere Widerspruche und müssen ganz anders bearbeitet werden. Ich sage dies, um Aufmerksamkeit zu erhalten. In der kurdischen Realität erzeugen diese Arten von Erziehungen große Probleme. Wie schnell seit ihr aufgewachsen, wie viel Streben ist in eure Erziehung gegeben worden, wie sehr seit ihr ohne Bestreben aufgewachsen, obwohl die Familien arm waren, wie reich haben sie euch aufgezogen? Das sind große Widerspruche und große Probleme. Viele wachsen ja auch mit dem Satz 'mein Sohn wird groß und zum Pascha' auf. Ihr steht uns als Generäle gegenüber, die nichts dafür getan haben. Das ist das Ergebnis der Erziehung. Ihr habt euch daran gewöhnt. Sie haben gesagt, dass ist 'das beste Kind, das schönste Kind und der größte Pascha'. Es hängt auch mit dieser Art von Erziehung zusammen, dass ihr ohne Streben - nicht mal kurz vor dem Rand von starker Theorie und Praxis glaubt, ihr seit für ein Grad geschaffen und ihr seit Militant. Das Beste an mir liegt darin, also in der Nichtbeteiligung an diese schicksalhafte Erziehungs- Maßnahme.

Es ist also so, dass die widersprüchliche Position, in der ich mich befand, oder dass diese Widersprüchlichkeit sich wirklich früh herauskristallisiert hat, in meiner späteren Entwicklung maßgebend war. Der Misstrauen den ich für diese Organisation empfunden habe hat mich auch dazu bewegt, misstrauisch gegenüber Traditionen, Obhut und an alle Begebenheiten, die dadurch auf den Beinen bleiben, zu sein. Es wächst sowieso jeder mit 'mein Vater schützt mich so, meine Mutter schützt mich so' auf. Es ist nicht möglich, dass ein Kind aufwächst, ohne sich an die Eltern zu lehnen. Aber wenn man, so wie wir, in frühem Alter die Situation erkennen kann, so kann man sich viel früher losbinden und für die Unabhängigkeit in unserem Leben ist das ein großer Beitrag. Vor uns bildet sich eine Plattform, die uns erlaubt gesellschaftliche Widersprüche zu verstehen - nicht mit familiären Werten, sondern mit nationalen und gesellschaftlichen Werten. Dafür sollten wir streben. Mich hat das sehr früh dafür geöffnet. Also kann ich ihre Obhut nicht verleugnen. Ich muss hier auch daran erinnern, ich hätte auch ein Kind sein können, dass sich untergeworfen hätte. Aber ich erinnere mich noch immer. Meine Mutter war perfekt darin, mich in ihrer Widersprüchlichkeit in den Kampf zu drücken. Ich kann sagen, dass ich die größte Lektion daraus erhalten habe. Ich habe also gesehen, dass wenn du dich nicht mit deinem Feind abgibst, kannst du nicht essen - oder überleben! Das ist wohl ein wichtiges Erziehungskriterium. Sie ist nämlich denen gegenüber, die sich selbst zum Feind ernannt hatte, kämpferisch gewesen. Mir hat beispielsweise ein Kind eine Ohrfeige verpasst. Sie hat gesagt: 'Du kommst nicht nach Hause, wenn du keine Rache nimmst!'. Wenn ich keine Rache genommen hatte, warf sie mich raus. 'Du musst unbedingt reagieren' sagte sie, sie zwang mich dazu. Ich erinnere mich noch immer an Streitigkeiten mit anderen Kindern. Diese Streitigkeiten waren ganz sicher wegen ihrem Druck gewesen. Wenn es nach mir ginge, was ich auch tat, würde ich weinen und schreien und verlangen: 'Ihr müsst mich schützen, Mama geh und räche dich für mich, Vater geh.’ Alle Kinder sind so. Wenn sie geschlagen werden oder irgendetwas Schlimmes passiert rennen sie zu ihren Vätern und Müttern. Sie versuchen so zu antworten. Hier kann nicht die Sprache von so einer Reaktion sein. Du musst gehen und darauf reagieren. Das ist wohl eine richtige Erziehungs- Maßnahme. Er ist ein Kind und du bist auch ein Kind. Hinzu kam, dass sie auch ging und mit ihren Eltern zu streiten begann. 'Wenn dein Kind so reagiert, reagiere ich so' sagte sie. Aber wir mussten das auch tun.

Kurz gesagt, meine Mutter hat mir folgendes Gefühl gegeben, dass ich nicht mit verstecken bei meiner Mutter, immer von ihr Unterstützung erhaltend, Hilfe erhaltend, so weinend und schreiend, speziell mich so verhaltend leben kann. Du musst unbedingt eine Antwort haben! Auch wenn das sehr primitiv war, wurde das zu einem Rachegefühl oder einem Entwicklungsgefühl. Seitens des Vaters nicht kräftig, seitens der Mutter aber sehr kräftig. Natürlich ist die Vaterseite auch stark, aber die Mutterseite ist wohl ausschlaggebender. Das ist der Kampfgeist beim Leben. Natürlich hat sie auch dafür gesorgt, dass wir Unterdrückt werden. Damals wurde auch ein großer Schutzkampf geleistet und ihre Kinder waren ihre Kraft. Sie gab uns das Gefühl, dass sie nicht so einfach den Kopf hängen lassen werde, sie würde kämpfen und streiten, sie würde nie und nimmer aufgeben. Auch im ganzen Dorf gab es niemanden, der so begabt war wie sie. Sie war eine Aufstandsflut. Keiner konnte so schreien und fluchen wie sie; egal, ob Mann oder Frau, wer es auch immer sein möge, sie trat ihm oder ihr ohne Angst gegenüber und schäumte. Das ganze liegt also in der Persönlichkeit. Sie wollte was den Schutz betraf auch nicht teilen. Sonst wären wir vielleicht auch sehr unscheinbar gewesen. So wie sie es sagen, wäre es auch möglich gewesen, dass man sehr unscheinbar und nachgebend geworden wäre. Hier muss man ihren Wert loben.

Ansonsten gab es nicht viel, was sie uns noch geben könnten. Nachdem ich in der Schule war, gab es nur noch wenig, was ich von Mutter hätte lernen können. Eine Abnabelungsphase kommt und geht. Wie sehr ist die Abnabelung von den Müttern richtig und wie sehr falsch? Beispielsweise kaufen Muttersöhnchen oder Muttertochter ihren Müttern erst später, wenn sie ihr Geld verdienen ein Geschenk. Ich habe mich nicht auf eine solche Methode eingelassen. Ich hatte eigentlich Geld, ich verdiente etwas Geld, ich dachte aber nie daran meinen Verwandten oder meiner Mutter ein Geschenk zu kaufen. Vielleicht haben sie das kritisiert. Ja es stimmt, bei diesem Thema verhielt ich mich wie ein Ignorant, aber für mich sollte das Sohnsein etwas anderes sein, ich war nicht der Sohn, den sie so wollten, ich war auf der Suche nach einem anderen guten Sohnsein. Ich habe mich meinen Freundschaftsbeziehungen niemals mit billigen Geschenken genähert. Ich bin noch immer so. Ich habe euch alles gesagt, wie sehr ich an Freundschaft gebunden bin. In frühen Jahren habe ich damit angefangen, viele Freundschaften zu schliessen, wie sehr ich darauf erpicht war, um mit ihnen Zeit verbringen zu können. Ich euch sogar erklärt, wie viel ich rein gesetzt habe, um Freundschaften schliessen zu können. Natürlich weiß ich, dass das mit billigen Geschenken nicht möglich ist. Das war natürlich nicht interessant. Das gab starken Freundschaften und starken Beziehungen nicht großen Raum. Deswegen habe ich verschiedene Methoden gefunden, wie ich Menschen in noch jüngeren Jahren an mich binden konnte. Ich habe auch versucht die Gebundenheit zur Familie mit in meine Gedanken einzubringen.

Mit einfachen finanziellen Mitteln, mit Geschenkbeziehungen, mit Verwandtschaft und Patenschaft konnte man höchstes Gefährten gewinnen. Man kann keine Masse der Menschlichkeit finden, ein ganzes Volk kann man nicht für sich gewinnen. Damals war das Problem nämlich dieses. Wir konnten nicht einmal unsere Nachbarn vertragen, geschweige denn das ganze Volk zu gewinnen. Was für eine Person bist du, der nicht mal seine Nachbarn in Einheit mit sich bringt? Obwohl das ein großer Wunsch von dir ist, kannst du die Dorfbewohner nicht einmal gewinnen? Natürlich hat uns dieses Gefühl in frühen Jahren schon dazu bewogen, stärkere Verbindungen zu suchen. Wie soll man die Menschen, die Nachbarn, alle Dorfbewohner, das immer größer werdende Volk, wenn möglich die Menschheit zusammenführen? Wie soll man die Tiefe des Interesses hervorheben? Unsere ideologische Suche, politische Suche und Parteisuche hat sich also so ergeben. Die Menschen sind so unterinteressiert und können so einfach aufeinander verzichten, dass man die Verknüpfungen ganz tief tätigen müsste.

Ja, weil mir die Verbindungen die durch billige Geschenke zustande gekommen sind und die für mich zu feudal waren, nicht stark genug erschienen, habe ich ihnen gegenüber kein Interesse gezeigt. Die religiöse Bindung war für mich etwas tiefer. Damals habe ich mich an das gebunden. Ich habe mit diesen Verbindungen versucht der Gesellschaft kraft zu geben und habe dafür gestrebt Kraft zu zeigen. Später kamen Wissenschaft, Philosophie, Ideologie, sozialistische Ideologie und Kontakte, die wir politische Verhältnisse nannten zustande. Wie hat sich beispielsweise das Kriegsverhältnis bei mir entwickelt? Sie sind eigentlich durch Reaktion auf große Schwächen zustande gekommen.

Aus Lösungen von Abdullah Öcalan , 1994
 
 
 
 
 
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